Siemens-S55.de

Das Informationsportal für Siemens-Handys mit Farbdisplay

 
             

Home / News
Forum
Impressum

Handy-Überblick

Showroom
Technische Daten
Firmwares
Downloads

 Java-Spiele
 Klingeltöne
 Hintergrundbilder
 Animationen
 SMS Sprüche

Angebote
Zubehör

Einstellungen
FAQ & Know-How
Links

 

...
 

 

 
 
 
Home / FAQ & Know-How /
Know How: Spezialreport: GPRS Technik
 
 
GPRS Special
Die Technik im Detail
 
Geräteklassen:
 
Für den GPRS-Standard gibt es drei verschiedene Typen von Geräten. Die Einordnung in die Dreiklassengesellschaft erfolgt anhand der Fähigkeit, mit Sprache und Daten umzugehen.
 
Klasse A: Hierunter fallen Geräte, die gleichzeitig leitungsvermittelt und paketorientiert arbeiten können. Mit solchen Handys kann man während einer aktiven Sprachverbindung eine Datenübertragung starten.
 
Die Klasse A ist die Highend-Klasse unter den GPRS-Handys und besteht bevorzugt aus Multifunktionsgeräten oder Smartphones.
 
Klasse B: Hierunter fallen Mobiltelefone, die entweder eine Sprachverbindung oder eine Datenverbindung aufbauen können. Beides gleichzeitig geht nicht. Die Umschaltung zwischen den Diensten erfolgt automatisch.
 
In diese Kategorie fällt der Großteil der GPRS-Mobiltelefone.
 
Klasse C: In dieser Kategorie muss der Nutzer manuell zwischen GPRS-Datenübertragung und GSM-Sprachverbindung umstellen. Beide Übertragungstypen gleichzeitig sind mit Typ C-Geräten nicht möglich.
 
Endgeräte dieser Klasse sind meist auf PC-basierte Anwendungen ausgerichtet oder Einrichtungen wie sie beispielsweise in der Fernüberwachung eingesetzt werden.
 
53 kbit/s, 107 kbit/s oder doch 170 kbit/s
 
Zwei Faktoren beeinflussen die maximal erreichbare Bruttodatenrate bei GPRS wesentlich. Die Zahl der belegten Zeitschlitze (oft Kanäle genannt) und das eingesetzte Kodierungsverfahren. Insgesamt sieht der GPRS-Standard vier verschiedene Kodierverfahren (Coding Schemes, CS) vor. CS 1 bietet bei der Datenübertragung die beste Fehlerkorrektur und nimmt dafür einen geringeren Datendurchsatz von 9,05 kbit/s/Kanal in Kauf. Dagegen arbeitet CS 4 gänzlich ohne Fehlerschutz, was in einer hohen Datenrate von 21,4 kbit/s pro Kanal resultiert.
 
Nun kommt hinzu, dass GPRS auf der Struktur von GSM aufsetzt. Damit ist auch das paketvermittelnde System an die Belegung der insgesamt acht Zeitschlitze gebunden. Je nach Anzahl der für eine Übertragung genutzten Kanäle, variiert die Höchstgeschwindigkeit. Unter Verwendung von CS 2 und aller acht Zeitschlitze erreicht GPRS eine Bruttodatenrate von 107,2 kbit/s, ohne Fehlerkorrekturverfahren steigert sich der Durchsatz auf die maximal zur Verfügung stehenden 171,2 kbit/s.
 
107,2 kbit/s und 171,2 kbit/s werden immer wieder genannt, wenn es um die maximale Übertragungsgeschwindigkeit von GPRS geht. Beide sind theoretisch richtig, in der Praxis aber falsch. Sie sind in den deutschen Mobilfunknetzen nicht möglich! Die Netzbetreiber beschränken den Ausbau der Infrastruktur in der ersten Phase auf die Implementierung von CS1 und CS 2 und der Bündelung von maximal vier Zeitschlitzen. Das bedeutet, dass bei allen Betreibern aufgrund der Netzinfrastruktur bei 53,6 kbit/s das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Doch nur wenige Mobiltelefone erreichen diese Datenrate, da die Handys oftmals nur zwei oder drei Kanäle zusammenfassen können. (siehe Klassifizierung nach Datenraten)
 
Bruttodatendurchsatz bei verschiedenen Kodierungsverfahren
 
Kanalcodierung CS1 CS2 CS3 CS4
1 TS Datenrate 9.05 kbit/s 13,4 kbit/s 15,6 kbit/s 21,4 kbit/s
2 TS Datenrate 18,10 kbit/s 26,8 kbit/s 31,2 kbit/s 42,8 kbit/s
3 TS Datenrate 27,15 kbit/s 40,2 kbit/s 46,8 kbit/s 64,2 kbit/s
4 TS Datenrate 36,30 kbit/s 53,6 kbit/s 62,4 kbit/s 85,6 kbit/s
5 TS Datenrate 45,35 kbit/s 67,0 kbit/s 78,0 kbit/s 107,0 kbit/s
6 TS Datenrate 54,40 kbit/s 80,4 kbit/s 93,6 kbit/s 128,4 kbit/s
7 TS Datenrate 63,45 kbit/s 93,8 kbit/s 109,2 kbit/s 149,8 kbit/s
8 TS Datenrate 72,50 kbit/s 107,2 kbit/s 124,8 kbit/s 171,2 kbit/s
 
 
Klassifizierung nach Datenraten
 
Die Mobiltelefone unterscheiden sich in der Zahl der Kanäle, die sie bündeln können. Der Grund: Je mehr Zeitschlitze belegt sind, desto höher ist der Energieverbrauch der Sendeeinheit. Daher wägen die Entwickler oft zwischen Datenrate und der mit dem Verbrauch korrelierten Standby-Zeit ab. Eine Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit macht aber auch Sinn, wenn das Telefon sich beispielsweise an die Zielgruppe der WAP-Nutzer richtet, da die Datenmengen der WAP-Seiten meistens gering sind.
 
Zwei Angaben kennzeichnen die Übertragungsfähigkeiten eines Mobilfunkgerätes. Die Zahl der Kanäle, auf denen das Telefon Daten empfangen kann, und die Zahl der Zeitschlitze, die beim Senden zusammengefasst werden. Eine Angabe 4 +1 bedeutet beispielsweise, dass für den Download 4 Slots belegt werden können, für den Upload dagegen nur einer.
 
Aufgrund der unterschiedlichen Kombinationen sieht der Standard insgesamt 29 durchnummerierte Klassen vor. Beim Kauf sollte man unbedingt auf die Angaben zu den maximal möglichen Kanälen pro Übertragungsrichtung achten, damit in der Packung anstatt eines Datenporsches nicht eine lahme Ente steckt.
 
 

 

   
  Impressum